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Schlemmen, wohlfühlen und genießen in Südtirol
Reisebericht
Berge unendlich hoch, leuchten im Abendrot Amigos
Südtirol ist das Land der Berge, des Weins und der Burgen. Mediterranes Flair, herzhafte Wurstspezialitäten, Käseknödel mit Butter, dazu ein Gewürztraminer und die deutsche Sprache, machen das Urlaubsparadies in den Dolomiten zu einem der beliebtesten Reiseziele vieler Deutschen. Wo Weinberge und Kastanienhaine vor alpiner Kulisse eine geglückte Symbiose eingehen, begeben sich heute Urlauber auf Genießertour.
Nicht weit von Bruneck entfernt, sieht man schon von weitem die Sonnenburg über dem Flüsschen Rienz auf einem Hügel thronen. Mit der, in Sichtweite liegenden Michelsburg, konnte im Mittelalter das ganze Tal abgeriegelt werden. Selbst heute können Busse wegen ihrer Höhe das Burgtor nicht passieren. Die Hotelgäste unternehmen daher nach ihrer Ankunft einen kleinen Orientierungsspaziergang zum Eingang und erfahren auf diese Weise schon Interessantes über die 1000 jährige Geschichte der ehemaligen Klosterburg, während in der Zwischenzeit das Gepäck von hilfreichen Hotelgeistern zur Rezeption gebracht wird.
Der Hausherr hat Leichen im Keller Schon nach dem Zimmerbezug, beim Aperitif und der Führung des Hoteldirektors Markus Frischknecht wird dem Gast klar, dass man inmitten von Kultur und Geschichte lebt. So findet man unter den 1000-jährigen Mauern, in der Krypta wertvolle Freskenmalereien und die Reliquie des Burgheiligen. Nach der Lehre der bekannten Hildegard von Bingen hat man im heutigen Apothekergarten nicht nur aus Tradition mehr als 200 Kräuter angepflanzt, die in den 5-Gang-Menüs des Küchenchefs allabendlich ihren Einzug halten. Das kleine "Paradies auf Erden" möchte man gar nicht verlassen, so gut aufgehoben fühlt man sich oben auf dem Hügel, doch der Blick in die Umgebung macht neugierig, z.B. auf das nahe Meran und Bozen.
Metropolen der Gemütlichkeit Im Herzen der Meraner Bergwelt regieren nicht nur Eis und Schnee, sondern auch Palmen und Zypressen. Die Laubengasse in Meran, der Kornplatz, der Theaterplatz, die Stadtmauer, die vier Stadttore und noch viel mehr erfasst die kleine Meraner Altstadt. Die wohlhabende Epoche der Stadt spiegelt die Altstadt bei einem Bummel durch die Fußgängerzone wieder. Die Hauptstadt der kleinen Alpenprovinz Meran ist Mittelpunkt allen kulturellen, wirtschaftlichen und des politischen Geschehens. Auch ein Spaziergang durch die noch völlig intakte Bozner Altstadt lohnt sich. Doch Bozen ist auch die italienischste Stadt Südtirols, so konkurrieren auch gastronomische Schmankerl aus der italienischen Küche neben typischen Tiroler Speisen wie Spaghetti alla vongole neben Schlutzkrapfen, Tiramisù neben Strauben oder Dirndlträgerinnen neben Dolce & Gabbana. Für Weinliebhaber und Genießer ist hier geradezu ein Paradies. Mit seinem Vernatsch, Lagrein oder Gewürztraminer zählt Südtirol zu den führenden Weinanbaugebieten Italiens. Der Weinkeller des Schlosshotels ist dafür der beste Beweis. Lassen Sie sich nicht von Namen und Marken der Etikette (ver)leiten. Viel besser ist es, Weine selbst zu beurteilen. Machen Sie die Weinprobe mit Südtiroler Spitzenweinen.
Südtirols Weinhochburgen So richtig auf den Geschmack gekommen, sollte man die Herkunft der Weine bei einer Panoramafahrt über die Südtiroler Weinstraße erkunden, die die gewaltige 5.000 ha große Anbaufläche zeigt. Mehr als 20 Rebsorten sind hier zu Hause. Rund um Bozen reifen der samtigkräftige St. Magdalener und der charaktervolle Lagrein. Im Überetsch und im Etschtal gilt es, vorzügliche Weißweine zu verkosten und den bekannten Kalterersee-Vernatsch neu zu entdecken und im Unterland, in seiner Heimat Tramin, unter anderen den feinwürzig-aromatischen Gewürztraminer. Die Weinreben prägen aber nicht nur das Bild der Landschaft, sie prägen auch die Menschen, die hier leben. Ein sanfter Hauch von südlicher Lebensfreude: immer den schönen Dingen des Alltags zugetan.
Reich der hohen Berge Sie werden es selbst spüren, auch die Landschaft hat ihren eigenen Anteil am Wohlbefinden der Menschen, die hier leben. Postkartenmotive wohin das Auge schaut. Der Karersee z.B. liegt idyllisch zwischen der Rosengarten- und Latemargruppe. Von der Passstrasse ein überwältigender Blick hinunter ins Fassatal und auf die imposante Sellagruppe. Vom Sellajoch geht es dann in das Tal der Südtirol Holzschnitzer nach Gröden, der Heimat des unvergessenen Bergfilmers Luis Trenker. Wunderschön die Orte Wolkenstein mit der Ruine und der alten Pfarrkirche, mit der Kopie des Gnadenbildes von Lucas Cranach. Hauptort des Tales ist St. Ulrich. Für viele Wanderer Ausgangspunkt zur Seiser Alm. Von der Stadt aus erreicht man in ca. 45 Min. Gehzeit das Kloster Säben. Es war ca. 400 Jahre bis zum Jahre 1000 Bischofssitz und ist einer der ältesten Wallfahrtsorte Tirols. Die Natur hat die gewaltigsten Denkmäler nach Gröden gesetzt, aber nicht nur der Naturfreund, auch der Kunstsinnige wird hier viel Interessantes entdecken auf dieser echten Genießerreise ins schöne Südtirol. |
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